Bronzemedaille für ungesalzene Butter der Molkerei Nassenfels
von Prof. Dr. Merkel
Eine weitere Medaille für die hervorragenden Produkte der Nassenfelser Molkerei zeichnet die ungesalzene Butter aus.
Zu dieser Medaille:
Datierung: 1929
Gewicht: 25 Gramm
Durchmesser: 38 mm
Mit Originalschachtel.
Erläuterung
Auf der Vorderseite rahmt ein üppiger Kranz den Schriftzug „ungesalzene Butter“. In der Umschrift kann man lesen „Molkerei-Gen. Nassenfels u. Umgebung“. Die drei Buchstaben D.L G. stehen für den Stifter der Medaille, die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft.

Wir danken hierfür ganz herzlich dem Ehepaar Lange, das uns die Stücke anvertraut hat. Sowohl Großvater als auch Vater von Gitta Lange leiteten als Molkereimeister die Einrichtung, die für die Nassenfelser Landwirtschaft eine sehr wichtige Rolle spielte. Dass sich die Auszeichnungen für die Leistung der Nassenfelser Milchwirtschaft so komplett erhalten haben, ist etwas ganz Besonderes – meist geraten solche Medaillen irgendwann in den numismatischen Handel und verschwinden als begehrte Kleinkunstobjekte in privaten Sammlungen.
In dem Relief der Rückseite ziehen zwei Ochsen einen Pflug, hinter dem der Bauer geht und eine sehr lange Peitsche schwingt. Unter den Ochsen breiten sich zwei Eichenzweige aus. In der Umschrift liest man „35. Wanderausstellung München 1929“.

Die Deutsche Landwirtschaftsgemeinschaft wurde 1885 von dem Ingenieur Max Eyth (1836 – 1906) gegründet. Seine Vision war es, in Deutschland nach dem Vorbild der Royal Agricultural Society of England einen Reichsverein für landwirtschaftliche Ausstellungen zu schaffen, der durch jährliche Wanderausstellungen alle Zweige der Landwirtschaft fördert. Der Verein sollte nicht politisch sein und sich finanziell selbst tragen. Große Messen bzw. Wanderausstellungen veranstaltet der Verein noch heute, doch dazu kamen Forschung und Fortbildung. Der Verein hat aktuell 31.000 Mitglieder.
Der Entwurf der Medaille könnte von Max Eyth selbst stammen, der auch als Künstler und Romanautor tätig war. Sein Hauptberuf war Ingenieur, er war über zwanzig Jahre für die englische Industrie tätig. England entwickelte leitend neue Landwirtschaftsmaschinen, vor allem den Dampfpflug. Weltweit engagierte sich Eyth für die Modernisierung der Landwirtschaft und die Erleichterung der Arbeit auf dem Lande.
Mehr zum D.L.G: https://www.dlg.org/ueber-uns
Mehr zu Max Eyth: https://www.max-eyth.de/
Fotos: (c) Prof. Dr. K. Merkel
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